Für eine vielfältige Okeraue: Gemeinsame Naturschutz-Aktion von ÖNSA und Westermann Gruppe

Maßnahmen zur Eindämmung gebietsfremder Pflanzenarten und zum Erhalt schützenswerter Lebensräume.

Braunschweig, 23. Juni 2026 – Bereits zum zweiten Mal engagierten sich Mitarbeitende der Westermann Gruppe gemeinsam mit der Ökologischen NABU-Station Aller/Oker (ÖNSA) für den Naturschutz in der Braunschweiger Okeraue. Nachdem sie im Jahr 2024 erfolgreich invasive Pflanzenarten auf ausgewählten Flächen entfernt hatten, widmeten sie sich am vergangenen Mittwoch weiteren Bereichen des Naturschutzgebiets.

 

Die Braunschweiger Okeraue umfasst einen naturnahen Abschnitt der Oker, inklusive Flussaue, Altgewässern, Röhrichten und alten Grünländern. Der mäandrierende Flussverlauf und die regelmäßigen Überschwemmungen schaffen vielfältige Lebensräume beispielsweise für verschiedene Amphibien und Brutvögel. Gleichzeitig begünstigen die wiederkehrenden Überschwemmungen die Ausbreitung von invasiven Pflanzenarten. Um die heimische Vegetation zu schützen, müssen diese gebietsfremden Arten daher gezielt eingedämmt werden.

 

Unter fachkundiger Anleitung der ÖNSA unterstützte ein Team aus 21 Mitarbeitenden die Maßnahmen zur Eindämmung dieser Arten. Zum Auftakt gaben Linda Dack, Stellvertretende Leiterin und Lena Bergschneider, wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖNSA, den Teilnehmenden einen Einblick in die Arbeit der Ökologischen Station, die Besonderheiten des Naturschutzgebiets und erläuterten die ökologischen Hintergründe sowie die Notwendigkeit der Maßnahme.

 

Im Mittelpunkt standen erneut die invasiven Arten Riesen-Goldrute und Drüsiges Springkraut. Die beiden Pflanzenarten können dichte Bestände bilden und heimische Arten durch ihre Konkurrenzkraft verdrängen. Dadurch werden Struktur und Artenzusammensetzung schützenswerter Vegetationsbestände beeinträchtigt und die biologische Vielfalt gefährdet.

 

Die Teilnehmenden entfernten die Pflanzenbestände sorgfältig und stapelten das Material für den fachgerechten Abtransport durch die Stadt Braunschweig am Wegesrand. Bei bestem Sommerwetter kamen die Arbeiten zügig voran: Innerhalb weniger Stunden sammelten sich beachtliche Mengen an Grünschnitt.

 

Die Teilnehmenden empfanden den Arbeitseinsatz als abwechslungsreichen Ausgleich zur täglichen Büroarbeit und freuten sich über die schnell sichtbaren Ergebnisse. „Draußen in der Natur aktiv zu sein, gemeinsam anzupacken, Kolleginnen und Kollegen besser kennenzulernen und dabei Sinnvolles zu bewirken, das war für uns eine bereichernde Erfahrung“, sagt Dr. Regine Meyer-Arlt, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Westermann, die die Aktion erneut initiiert hatte.

 

„Wir freuen uns, dass so viele bei der Aktion mitgemacht haben. Mit ihrer Hilfe konnten unter anderem wertvolle Stillgewässer vor der weiteren Ausbreitung der Riesen-Goldrute geschützt werden. Zudem wurden größere Bestände des Drüsigen Springkrauts eingedämmt und damit wichtige Beiträge zum Erhalt der heimischen Lebensräume geleistet“, betont Lena Bergschneider von der ÖNSA.

 

Die ÖNSA führt regelmäßig Mitmachaktionen für Ehrenamtliche durch. Interessierte, die sich für den Naturschutz vor Ort engagieren möchten, können sich jederzeit an die ÖNSA wenden.