ÖNSA und NAJU Schöppenstedt auf Feldhamstersuche

Die NAJU Schöppenstedt (Naturschutzjugend im NABU) unterstützte die Ökologische NABU-Station Aller/Oker (ÖNSA) bei der Suche nach Hamstern im Landkreis Wolfenbüttel

Die NAJU-Gruppe Schöppenstedt auf der Suche nach Feldhamstern. Foto: ÖNSA/N. Feige
Die NAJU-Gruppe Schöppenstedt auf der Suche nach Feldhamstern. Foto: ÖNSA/N. Feige

 

7. Oktober 2022, Wolfenbüttel – Ende September bekam die Ökologische NABU-Station Aller/Oker (ÖNSA) tatkräftige Unterstützung bei der Suche nach den letzten Feldhamstern im Landkreis Wolfenbüttel. Sieben Kinder der NAJU-Gruppe Schöppenstedt suchten mit ihren Eltern und Gruppenleiterin Gaby Darley ein Getreidefeld nach Hamsterlöchern ab.

 

 

Bevor die Suche losging, erklärte Nicole Feige von der ÖNSA den Kindern die Lebensweise der Hamster und diese staunten nicht schlecht. „Der Hamster hält einen Winterschlaf und muss sich dafür einen kleinen Getreidevorrat anlegen. Jetzt sammelt er die übrig gebliebenen Körner auf den Feldern ein und schleppt sie in seinen Backentaschen in den Bau. Dabei kann er bis zu 10% seines eigenen Gewichts in seinen Backentaschen unterkriegen. Stellt euch einmal vor, ihr müsstet im Verhältnis dazu drei Ein-Liter-Milchpakete in euren Backen tragen!“ erzählte die wissenschaftliche Mitarbeiterin. Überrascht waren die Kinder auch von der Größe des Feldhamsters. Feige hatte zwei Feldhamsterpräparate mitgebracht. Dass Feldhamster viel größer als die Zwerghamster sind, die einige der Kinder als Haustiere kannten, und dazu noch so bunt gefärbt, sorgte für offene Münder.

Eifrig marschierten die kleinen Feldforscher dann in engen Reihen über den Acker und hielten Ausschau nach den mindestens 6 cm großen Löchern. Selbst zwei kurze Regenschauer hielten sie nicht davon ab, die Spuren der Hamster zu finden.

„Leider haben wir heute keine Hamsterlöcher gefunden. Die Kinder waren aber trotzdem sehr begeistert und wollen auch im nächsten Jahr gerne wieder mithelfen“ so Gaby Darley.

 

 

Die Feldhamsterbestände sind weltweit um 98% zurückgegangen. In der Braunschweiger Börde kommen noch einige wenige Restpopulationen vor. Um sie vor dem Aussterben zu bewahren, muss man zunächst wissen, wo die Hamster überhaupt vorkommen. Der Landkreis Wolfenbüttel bietet dann – wie auch andere Landkreise mit Hamstervorkommen – ein spezielles Feldhamsterschutzprogramm an. Bewirtschaftende, die beispielsweise eine hohen Ährenschnitt durchführen und die Stoppeln bis Anfang Oktober stehen lassen, bekommen unbürokratisch einen finanziellen Ausgleich.

Tatkräftig unterstützen die kleinen FeldforscherInnen die ÖNSA bei der Hamstersuche. Foto: privat
Tatkräftig unterstützen die kleinen FeldforscherInnen die ÖNSA bei der Hamstersuche. Foto: privat